Fischereiordnung 2020

Fischereiordnung 2020

Fischereiordnung 2020

 
 

1.

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1.

 

Jeder Lizenznehmer hat die Pflicht, seine Angellizenz, Fangliste, Fischereiordnung und gültige Fischerkarte beim Fischen mit sich zu führen und auf Verlangen jedem Aufsichtsorgan sowohl diese, als auch sämtliche Behältnisse wie Rucksäcke, Taschen, Körbe, Autos, Kofferraum usw., in welchen gefangene Fische tot oder lebend aufbewahrt werden können, zwecks Durchführung der Kontrolle auf Einhaltung der Schonzeiten, Mindestfanglängen und Fangbeschränkungen widerspruchslos und widerstandslos auszuhändigen bzw. zu öffnen.

 

2.

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Es gelten die Schonzeiten und Mindestfanglängen laut der Fischereiordnung des Fischervereines Leibnitz.

 

3.

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Werden Fische während der Schonzeit, unter der Mindestfanglänge, oder Fische, für welche ein generelles Behalteverbot besteht, gefangen, so gilt:

a) blutende Fische sofort töten, zerschneiden und als Futter dem Fischwasser zurückgeben.

b) an nicht blutenden Fischen den Angelhaken vorsichtig lösen oder die Schnur bzw. das Vorfach oberhalb des Hakens abschneiden und den Fisch schonend in das Wasser zurücksetzen.

 

4.

4.

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Bei Störfällen (Fischsterben, unnatürliches Auftreten von Fischkrankheiten, Verunreinigung des Fischwassers etc.) sind die zuständigen Wasserwarte unverzüglich zu benachrichtigen. Und zwar für die Lassnitz Herr Siegfried Fischer Tel. 0680/2472572, für die Sulm I Herr Werner Pommer Tel. 0664/4244844, für die Sulm III Herr Karl Kratzer Tel. 0664/4419710 und für die Mur Herr Herbert Lamprecht Tel. 0664/3220722 oder in deren Abwesenheit Herrn Obm. Werner Gritsch, 0664/4553803 oder einen der oben genannten Wasserwarte (siehe auch §16 und §20 des Stmk. Fischereigesetzes 2000).

 

5.

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Behaltene Fische sind sofort in die Fangliste mit den Maßen in cm einzutragen, wobei auch die in Setzkeschern, Netzen und jeglichen anderen Behältnissen oder dergleichen gehaltene Fische als „behalten“ gelten. Die Fangliste für das vergangene Jahr ist beim Erwerb einer neuen Lizenz in einer unserer Verkaufsstellen abzugeben.

 

6.

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Der Lizenznehmer hat keinen Anspruch auf einen bestimmten Angelplatz. Der Angelplatz ist keine Mülldeponie und muss beim Verlassen sauber sein. Das heißt: sämtlicher Müll ist mitzunehmen. Verstöße gegen diese Regelung können mit der entschädigungs-losen Einziehung der Angellizenz geahndet werden.

 

7.

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Erlaubt ist:

a) das Posen- und Grundfischen in der Mur, der Sulm III und der Lassnitz mit 1 oder 2 Einfachhaken und jeglichen, natürlichen oder künstlichen Ködern die laut Stmk. Fischereigesetz 2000 gestattet sind.

 

Ausgenommen ist das Spinnfischen mit Huchenzopf, totem Fisch am System, Blinker, Gummifisch, Wobbler, Spinner usw.: hier darf mit mehreren Drillingen oder Einfachhaken pro Kunstköder gefischt werden.

 

b) das Watfischen ganzjährig mit Kunstfliegenköder und in den Monaten Jänner, Februar, November und Dezember mit Huchenzopf, totem Fisch am System, Blinker, Gummifisch, Wobbler oder Spinner ab einer Köderlänge von 10 cm (= gesamte Köderlänge ohne Haken) mit oder ohne Drillingen und mit oder ohne mehreren Einfachhaken.

 

c) die Entnahme von täglich bis zu 3 Edelfischen, jedoch höchstens 6 Edelfischen * pro Kalenderwoche.

*Erläuterung: Als Edelfische gelten jene Fische, für die laut Fischereiordnung des FV Leibnitz Schonzeiten und Mindestfanglängen gelten.

 

d) ausschließlich die Verwendung von Nicht-Edelfischen als Köderfische.

 

e) die Entnahme von maxmimal 1 Huchen pro Saison nur für Inhaber von Jahreslizenzen. (außer SULM I §9)

 

f) ausschließlich die Mitnahme von getöteten Fischen ausgenommen 10 Köderfische täglich.

 

g) das Fischen mit max. 3 Angelruten unabhängig vom Besitz mehrerer Lizenzen in den Strecken Lassnitz, Mur und Sulm III.

 

h) das Fischen mit max. 1 Angelrute in der Strecke Sulm I.

 

i) die Entnahme von Fischen nach Schonzeit- und Mindestfanglängenverordnung laut 11). Darüber hinaus müssen Karpfen ab 60 cm, Amur ab 80 cm, Hechte ab 90 cm, Zander ab 80 cm und Huchen ab 110 cm schonend zurückgesetzt werden. Zusätzlich müssen Schuppenkarpfen in der Hufeisen- und Schögglahn, sowie im Lassnitzaltarm zurückgesetzt werden.

 

j) die Entnahme der im Fischwasser des FV Leibnitz gefangenen Fische für den Eigengebrauch ohne jegliche Durchführung von Geschäften zur persönlichen oder kommerziellen Bereicherung.

 

k) das Fischen von jeglichen Fischplätzen aus, von denen der Fang sicher und weidgerecht gelandet werden kann, sowie von denen aus kein anderer Fischplatz (auch beim Welsspannen) in irgendeiner Weise behindert werden kann und wird.

 

l) das Fangen von Signalkrebsen nur mit maximal 4 original Krebsreusen in Bezug auf §14 Abs. 2 des Stmk. Fischereigesetz 2000.

 

m) das Fischen zu jeder Uhr-, Tages- und Jahreszeit.

 

n) das Zelten nur nach vorheriger Rücksprache mit dem jeweiligen Grundeigentümer.

 

o) ausschließlich die Anwendung der in der Fischereiordnung des Fischereivereins Leibnitz und der im Stmk. Fischereigesetz 2000 gestatteten Fischereimethoden, Praktiken sowie Verhaltensweisen. Alle Methoden, Praktiken sowie Verhaltensweisen die darüber hinaus angewandt werden, haben den entschädigungslosen Einzug der Angellizenz zur Folge.

 

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Die Generallizenz beinhaltet das gesamte Fischwasser des FV-Leibnitz

 

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Kunstfliegenstrecke:
Die gesamte Strecke Sulm I ist ausschließlich dem originalen FLIEGENFISCHEN mit Kunstfliege, Nymphe und Streamer gewidmet. Ausgenommen ist das Spinnfischen in den Monaten Jänner, Februar, Oktober, November und Dezember mit folgenden Ködern ab 10 cm Länge (= gesamte Köderlänge ohne Haken) mit oder ohne Drillingen und mit oder ohne mehreren Einfachhaken: Huchenzopf toter Fisch am System, Blinker, Gummifisch, Wobbler oder Spinner. Eine Huchenentnahme ist ganzjährig untersagt.

 

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Fischwasser des FV – Leibnitz,

 

Sulm I, Wasserwart Werner Pommer

Von der Wippelsachbrücke bei Fresing flussabwärts bis zur Straßenbrücke beim Sulmsee beide Ufer, einschließlich Altgewässer, Nestelbach und Zaufengrabenbach sowie Muggenaubach zwischen der Brücke der B74 und der Mündung in die Sulm.

 

Sulm III, Wasserwart Karl Kratzer

 

Von der Leibnitzer Stadtbrücke flussabwärts bis zur Einmündung in die Mur, beide Ufer einschließlich Murwiesenbach und Haselbacher-Lahn. Ledererbach ab der Kanalisationspumpstation Altenmarkterstraße bis zur Einmündung in die Sulm.

 

Lassnitz, Wasserwart, Siegfried Fischer

 

Von der Eisernen Pforte (Gemeindegrenze Tillmitsch/Lang) flussabwärts bis zur Brücke der ehem. Sulmtalbahn (=Radwegbrücke) in Kaindorf und Maggabach, einschließlich Altwasser in den KG. Tillmitsch und Kaindorf, beide Ufer, aber ohne Finktumpf ab dem Wehr.

 

Mur, Wasserwart Herbert Lamprecht

 

a) flussabwärts am linken Murufer ab dem Profilpunkt 154.1L auf Höhe der Wildoner Kläranlage bis Lichendorf / Weitersfeld im Bezirk Radkersburg (ca. 200 m oberhalb der Murfähre) mit folgenden Lahnen nur mehr südlich der B73: Berglahn und Hufeisenlahn (=Altwasser des Mühlganges) sowie Lahnen in Gabersdorf und Obervogau. Weiters Ragnitzer Fallbach und Weisenegger-Mühlkanal je südlich der B73 bis zur Einmündung in die Mur.

 

b) flussabwärts am rechten Murufer ab der Gemeindegrenze Wildon / Lebring-St. Margarethen bis zum Beginn des Betriebsgeländes Lafarge in Retznei einschließlich der Quellbäche in Hasendorf und Leitring. Leitringerbach, Begleitgraben ab der Landschabrücke und im Altwasser in Lebring (= alter Turbinenauslauf).

 

c) die Sulm III flussabwärts von der Eisenbahnbrücke in Aflenz bis zur Einmündung in die Mur, beide Ufer, einschließlich Murwiesenbach.